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055 Feuer Hochhaus

Düsseldorf (RPO) In einem Hochhaus an der Potsdamer Straße ist in der Nacht zu Mittwoch ein Großbrand ausgebrochen. Der 16. Stock des Gebäudes stand vollkommen in Flammen, die Feuerwehr Düsseldorf war im Großeinsatz. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt.

Der Brand wurde um 0.05 Uhr von einem Nachbarn gemeldet. Nach Angaben der Feuerwehr brach der Brand im obersten Stock des Hochhauses in Hassels aus, in dem sich die Lagerräume der Bewohner befinden. Die gesamte Etage stand bei Eintreffen der Feuerwehr in Vollbrand. Zunächst eilten die Retter zu den oberen Wohnungen, um zu kontrollieren, ob sich dort jemand in Gefahr befand. Alle Mieter konnten in ihren Wohnungen bleiben, für sie bestand keine Gefahr. Dennoch stand an der Potsdamer Straße ein Rheinbahnbus bereit, der besorgte Bewohner hätte aufnehmen können.

Durch die enorme Wärmeentwicklung war der Löscheinsatz für die Feuerwehrmänner eine Herausforderung, die Trupps mussten immer wieder ausgetauscht werden. Kräftezehrend war auch der Materialtransport über das Treppenhaus bis zum 14. Obergeschoss, wo die Feuerwehr ein Depot mit Rettungs- und Löschequipment aus Presslutatmern, Wärmebildkameras, Schläuchen und Strahlrohren eingerichtet hatte.

Das gesamte Gebäude wurde von mehreren eingesetzten Überdrucklüftern rauchfrei gehalten. Große Mengen an Unrat und Gegenständen in der Brandetage versperrten den Beamten den direkten Zugang und erschwerten die Löscharbeiten. Mit Hilfe einer angeforderten Arbeitsbühne einer privaten Firma öffneten die Einsatzkräfte das Dach, danach konnten Wärme und Rauch abziehen und die Brandbekämpfung zeigte Wirkung.

Erst um etwa 5.30 Uhr meldeten die Beamten, dass der Brand unter Kontrolle sei. Am Morgen waren die Feuerwehrmänner noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Beim Einsatz von sogenannten Löschschaum wurde ein Feuerwehrmann verletzt, dem das Löschmittel in die Augen geriet. Der Mann wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt.

Die Brandursache ist zurzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt. Zudem ist momentan das Sozialamt vor Ort. Geprüft wird, in wie weit das Hochhaus noch bewohnbar ist und ob Anwohnern Ersatzunterkünfte zur Verfügung gestellt werden müssen. Zum Sachschaden konnte die Feuerwehr am Mittwochmittag noch keine Angaben machen.

Im Einsatz waren über 100 Einsatzkräfte aus dem gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet.

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