Vorsicht beim Schwimmen
Hochsommerliche Temperaturen und die bessere Wasserqualität der natürlichen Gewässer in Düsseldorf locken so manchen Bürger zum Bad ins kühle Nass. Doch das erfrischende Vergnügen birgt manche Gefahr. Generell sollten Menschen, die sich zum Baden in den Rhein oder die Düsseldorfer Baggerseen wagen, einige Regeln beachten.
Die Feuerwehr der Landeshauptstadt Düsseldorf, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), das Forstamt und die Wasserschutzpolizei appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, besondere Vorsicht walten zu lassen.
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Düsseldorfer Baggerseen
Vorsicht ist an den Düsseldorfer Baggerseen geboten, da diese durch Grundwasser gespeist werden. Dadurch ändern sich ihre Wassertemperatur, Gestalt, Tiefe und Uferformation regelmäßig und drastisch. Wer ein Jahr später wieder an einen vermeintlich bekannten Baggersee kommt, kann dort völlig andere Verhältnisse vorfinden. Wenige Meter vom sicheren Ufer weg herrschen oft "eisige" Wassertemperaturen.
Das Baden ist in keinem der Baggerseen erlaubt. Baden ist nur erlaubt, wo Betreuung gegeben ist. Dies ist in Düsseldorf ausschließlich am Unterbacher See der Fall.
Schwimmen im Rhein
Im Rhein ist das Schwimmen nach der Verordnung über das Baden in den Bundeswasserstraßen Rhein und Schifffahrtsweg Rhein-Kleve in bestimmten Bereichen verboten. So gilt 100 Meter oberhalb und unterhalb von Rheinhäfen absolutes Badeverbot. Auch bei Brücken, Schiffs- und Fährlandestellen, Schleusenanlagen, Vorhäfen, Umschlagstellen und Schiffswerften darf auf keinen Fall geschwommen werden.
Auch andernorts ist Baden im Rhein nach Angaben der zuständigen Wasserschutzpolizei nicht ungefährlich. Beispielsweise an so genannten Kribben, ins Wasser ragende Kiesflächen, die das Wasser bremsen, bilden sich oft gefährliche Strudel und Strömungen.
Strömung herrscht auch in der Fahrrinne. Daher sollten Schwimmer eher am Rand des Stromes bleiben. Wenn ein Schiff vorbei fährt, zieht dies das Wasser an sich. Der Eindruck des niedrigeren Wasserstandes lockt gerade Kinder, weiter in den Fluss zu waten. Unterschätzt wird dabei die Gefahr des "Rückschwalles". Wenn das Schiff vorbei ist, kehrt das Wasser in Wellen zurück.
Die 10 Baderegeln
- Nie überhitzt ins Wasser gehen.
- Nie alkoholisiert ins Wasser gehen.
- Nie mit vollem Magen ins Wasser gehen.
- Nie mit ganz leerem Magen ins Wasser gehen.
- Nicht oder nicht ausreichend über Schwimmkenntnisse verfügende Kinder oder Erwachsene sollten sich niemals in Gewässern tiefer als Bauchhöhe ohne Schwimmhilfen aufhalten!
- Nutzen Sie bei nicht ausreichenden Schwimmkenntnissen möglichst immer (auch in seichtem Wasser) zugelassene (GS-Zeichen) Schwimmhilfen und bedienen Sie sich geeigneter Aufsichtspersonen.
- Denken Sie beim Baden in natürlichen (d.h. ungeheizten) Gewässern immer daran, dass sich sogenannte Sprungschichten bilden können. Diese Sprungschichten können sehr drastische Temperaturdifferenzen von im Sommer bis zu ca. 10 Grad innerhalb weniger cm in unterschiedlicher Tiefe aufweisen!
- Schätzen Sie Ihre eigenen Schwimmkenntnisse richtig ein.
- Beachten Sie Strömungs- und Windverhältnisse.
- Springen Sie nie in unbekannte Gewässer!
Eltern sollten ihre Kinder beim Schwimmen nicht aus den Augen lassen, besonders, wenn diese noch nicht schwimmen können!
Flyer: Die 10 goldenen Baderegeln [20 KB]


