2017
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16

Am 10. August 2017 wird das 2009 in Dienst gestellte LF 16/12 auf Mercedes Benz Atego 1328 AF 4×4 durch ein hochmodernes Hilfeleistungslöschfahrzeug ersetzt. Das Neufahrzeug, aufgebaut auf einem Mercedes Benz Atego 1629 AF 4×4, wird von der Firma Rosenbauer geliefert und verfügt erstmals über eine in den Aufbau integrierte Gruppenkabine.

Abb. 1: Altes (links) und neues (rechts) Hilfeleistungslöschfahrzeug | Abb. 2: Das neue Fahrzeug im Einsatz

 

 

2016
Führungswechsel und Bedarfsbeschluss

Herbert Goldbrunner übernimmt am 04. Mai offiziell die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth und löst damit Ulrich Schürhoff nach 13 Jahren ab. Goldbrunner ist der sechste Löschgruppenführer in der Geschichte und zuvor acht Jahre stellvertretender Löschgruppenführer gewesen. Neuer Stellvertreter wird Andreas Minkenberg.

Am Montag, den 24. Oktober 2016 tagt der Ausschuss für öffentliche Einrichtung im großen Sitzungssaal des Rathauses. Nach acht langen Jahren kann einstimmig der Bedarfsbeschluss für die dringend benötigten An- und Umbaumaßnahmen der Feuerwache in Kaiserswerth auf den Weg gebracht werden.

Abb. 1: Herbert Goldbrunner und Andreas Minkenberg (mitte v.l.n.r) | Abb. 2: Erster Entwurf aus dem „Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 70- 6.2016“

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2011
Rüstwagen und Mannschaftstransporter

Im Februar 2011 wird der ehemals vom Bund beschaffte Rüstwagen RW 1 durch ein geländegängiges und hochmodernes Neufahrzeug auf Mercedes-Benz Unimog U 5000 mit Aufbau von Ziegler in Gingen ersetzt.

Im Dezember kann ein neues Mannschaftstransportfahrzeug in Dienst gestellt werden. Der als Jahreswagen erworbene und durch die Zentralwerkstatt der Feuerwehr Düsseldorf ausgebaute Volkswagen T5 Facelift ersetzt einen VW T4 aus dem Jahr 1993.

Abb. 1: Der Rüstwagen während des Sturms „Ela“ im Juni 2014 | Abb. 2: Warneinsatz im November 2014

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2010
10 Jahre Jugendfeuerwehr

Am 18. September 2010 feiert die Jugendfeuerwehr Kaiserswerth ihr 10-jähriges Jubiläum in der Kaiserpfalz in Kaiserswerth. Im Rahmen der Feierlichkeiten wird der bis dahin ahnungslose Fritz Balgheim für sein jahrelanges Engagement in der Jugendarbeit mit der silbernen Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr ausgezeichnet.

Abb. 1: Fritz Balgheim während einer Ansprache | Abb. 2: Die Jugendgruppe während des Jubiläums

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2009
Löschgruppenfahrzeug LF 16/12

Das 2002 in Dienst gestellte LF 16/12 auf Iveco Magirus wird im September 2009 durch ein Löschgruppenfahrzeug auf Mercedes Benz Atego 1328 AF 4×4 ersetzt. Das moderne und schlagkräftige Fahrzeug war von 2002 bis Anfang 2009 als technische Reserve auf Wache 2 stationiert und verstärkte anschließend für wenige Monate den Löschzug der Feuerwache 3.

Abb. 1: Altes und neues Löschfahrzeug | Abb. 2: Brandbekämpfung am Rhein im März 2016

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2008
Wechsel der Löschgruppenführung

Herbert Goldbrunner löst Stefan Lüddecke nach fünf Jahren in seiner Funktion als stellvertretender Löschgruppenführer ab.

 

2005
112 Jahre und zwei Neufahrzeuge

2005 können gleich zwei Neufahrzeuge in Dienst gestellt werden. Als Ersatzbeschaffung für das noch vom Bund vorhandene LF 16-TS, wird im August ein geländegängiges und zeitgemäßes Löschgruppenfahrzeug LF 20/6-TS in Dienst gestellt.

Anfang September wird das Tanklöschfahrzeug TLF 8/18 durch einen geländegängigen Gerätewagen-Logistik auf Mercedes Benz Atego 1328 AF 4×4 mit Ladebordwand ersetzt.  Das Fahrzeug wird mit zwei Modulen zur Löschwasserrückhaltung und Löschwasserversorgung über lange Wegstrecken ausgeliefert.

Aufgrund der geländegängigen Fahrgestelle und der damit verbundenen Fahrzeughöhen, musste an einer der drei Fahrzeughallen die Durchfahrtshöhe um 25 cm erhöht werden. Wie man sich vielleicht inzwischen denken kann, wurde auch dieser Umbau in Eigenleistung vorgenommen.

Am 16. und 17. September 2005 feiert die Löschgruppe Kaiserswerth ihr 112-jähriges Jubiläum mit einem großen Fest auf der Schützenwiese am Mühlenturm.

Abb. 1: Feierliche Übergabe der Neufahrzeuge | Abb. 2: Ein Teil der Gruppe zum Jubiläum

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2003
Wechsel der Löschgruppenführung

Ulrich Schürhoff wird fünfter Löschgruppenführer in der Geschichte.  Klaus Kraus wird nach seiner 5-jährigen Amtszeit festlich verabschiedet. Stellvertreter wird Stefan Lüddecke.

 

2002
Löschfahrzeug und Mannschaftstransporter

Im April 2002 kann ein Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 in Empfang genommen werden. Das Fahrzeug verrichtete bis dahin seinen Dienst auf den Feuerwachen 1 und 3. Der Iveco Euro Fire 135E24 4×4 mit Aufbau von Magirus Brandschutztechnik ist Ersatzbeschaffung für eines der vom Bund gelieferten LF 16-TS.

Durch den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth wird zudem, primär für die im Jahr 2000 gegründete Jugendfeuerwehr, ein Mannschaftstransportfahrzeug beschafft und im Juni feierlich übergeben. Der VW T4 war einst Vorfeldfahrzeug auf dem Düsseldorfer Flughafen und wurde durch die Zentralwerkstatt der Feuerwehr aus- und umgebaut.

Abb. 1: Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 | Abb. 2: Mannschaftstransportfahrzeug

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2000
Gründung der Jugendfeuerwehr

Am 02. Juni 2000 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Kaiserswerth jungen Zuwachs. Nach vielen Überlegungen und sorgfältiger Planung wurde die vierte Jugendfeuerwehrgruppe in Düsseldorf gegründet: die inzwischen wichtigste und erfolgreichste Nachwuchsquelle.

Mit einer ursprünglichen Mitgliederzahl von 14 Jugendlichen, trat die frisch gegründete Gruppe die feuerwehrtechnische Ausbildung unter der Leitung von fünf Jugendwarten an.

Abb. 1: Die frisch gegründete Jugendgruppe | Abb. 2: Einsatzübung während der Feierlichkeiten

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1999
Erweiterung des Gerätehauses

Das Gerätehaus wird um eine dritte Fahrzeughalle erweitert, in der zwei Einsatzfahrzeuge hintereinander Platz finden sollen. Auch diese Umbaumaßnahme wird komplett in Eigenleistung durchgeführt und kann im April 2000 pünktlich zur Gründungsfeier der Jugendfeuerwehr beendet werden.

Abb. 1: Das Fundament wird gegossen | Abb. 2: Richtfest

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1998
Wechsel der Löschgruppenführung

Am 01. Oktober 1998 wird Walter Bastian nach 23 Jahren von Hauptbrandmeister Klaus Kraus als Leiter der Löschgruppe abgelöst. Ulrich Schürfhoff wird sein Stellvertreter.

 

1993
100 Jahre

1993 feiert die Freiwillige Feuerwehr Kaiserswerth mit einem großen Feuerwehrfest wohlverdient ihr 100-jähriges Bestehen unter der Führung von Klaus Kraus.

Abb. 1: Branddirektor a.D. Armin Harbort (l.), Klaus Kraus (r.) | Abb. 2: Die Gruppe zum 100-jährigen Bestehen

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1990
Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS

Der Bund stellt im Rahmen des Katastrophenschutzes 1990 ein weiteres, baugleiches Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS in Dienst.

 

1989
Löschgruppen- und Tanklöschfahrzeug

1989 können gleich zwei neue Fahrzeuge in Dienst gestellt werden: ein Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS auf Iveco Magirus 90-16 AW mit Aufbau von Lentner und ein Tanklöschfahrzeug TLF 8/18, mit Fahrgestell und Aufbau von Iveco Magirus.

Abb. 1: Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS | Abb. 2: Tanklöschfahrzeug TLF 8/18

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1988
Rüstwagen RW 1

1988 stationiert der Bund für die schwere technische Hilfeleistung einen Rüstwagen RW 1 in Kaiserswerth. Das auf VW MAN 8.136 FAE aufgebaute Fahrzeug kommt von der Firma Wackenhut.

Abb. 1: Rüstwagen RW 1 | Abb. 2: Schwerer Verkehrsunfall auf der B8

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1985
Anbau und neues Tanklöschfahrzeug

Am 25. April 1985 kann ein Erweiterungsbau des Gerätehauses beendet und festlich eingeweiht werden. Die Umbaumaßnahmen wurden vollständig in Eigenleistung durchgeführt. Dank des damaligen Oberbürgermeisters Kürten erhält die Löschgruppe seitens der Provinzial Feuerversicherung zum damaligen Zeitpunkt fianzielle Hilfe.

Die nun zweite Fahrzeughalle dient als Unterstellplatz für ein aus Beständen des Luftschutzhilfsdienstes (LSHD) stammenden Tanklöschfahrzeugs TLF 8/8 auf Unimog S 404. Den Aufbau fertigte die Klöckner-Humbold-Deutz AG.

Abb. 1: Der Erweiterungsbau ist fertiggestellt | Abb. 2: Tanklöschfahrzeug TLF 8/8

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1975
Wechsel der Löschgruppenführung

Am 28. Juni 1975 übernimmt Walter Bastian die Leitung der Löschgruppe Kaiserswerth. Christian Breuer war somit sieben Jahre im Amt.

 

1970
Tanklöschfahrzeug TLF 16/25

Ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 stellt die Feuerwehr Kaiserswerth 1970 in Dienst. Der Mercedes Benz 1113 verfügt über einen feuerwehrtechnischen Aufbau der Firma Bachert.

Abb. 1: Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 | Abb. 2: Im Einsatz auf dem Hof der Grundschule Fliednerstraße

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1968
Wechsel der Löschgruppenführung

Am 01. April 1968 findet nach 23 Jahren ein Wechsel in der Löschgruppenführung statt: Christian Breuer wird Nachfolger von Theodor Brück.

 

1965
Tanklöschfahrzeug TLF 15

Im Jahre 1964 kann die Feuerwehr Kaiserswerth erstmals ein Neufahrzeug mit eigenem Löschwassertank in Dienst stellen. Bei dem Tanklöschfahrzeug TLF 15 handelt es sich um einen Magirus S 3500 mit Aufbau von Magirus.

Abb. 1: Tanklöschfahrzeug TLF 15 | Abb. 2: In der Düsseldorfer Innenstadt

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1957
Heutiger Standort und erste Kraftfahrspritze

Im Jahre 1957 findet der Umzug in das Gerätehaus auf der Friedrich-von-Spee-Straße statt. Bis heute ist dies der Standort der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth, welcher im Laufe der Zeit aufgrund von knapper Stadtkassen immer wieder komplett in Eigenleistung erweitert und modernisiert wurde.

Eine Kraftfahrspritze „LF 25“ auf Daimler Benz AG L 3750 mit Aufbau von Metz in Karlsruhe kann in Dienst gestellt werden. Von 1940 – 1957 war das Fahrzeug bereits auf der Feuer- und Rettungswache 1 im Einsatz. In den Folgejahren laufen Planung und Umsetzung für Neuanschaffungen von Einsatzfahrzeugen und weiteren Gebäudeausbauten auf Hochtouren.

Abb. 1: Kraftfahrspritze LF 25

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1947
Feuerwehr wird motorisiert

Im Jahre 1947 erhält die Kaiserswerther Feuerwehr das erste motorbetriebenen Feuerwehrfahrzeug, einen Mannschaftswagen Borgward 1000 DRK-E3. Dabei handelt es sich um einen ehemaligen Krankenkraftwagen mit Ausbau von Chr. Miesen in Bonn. Ein passender Anhänger ist mit einer für damalige Verhältnisse technisch weit fortgeschrittenen „Tragkraftspritze“ beladen. Das einst mit Ledereimern und reiner Muskelkraft durch die Feuerspritze beförderte Löschwasser, konnte nun mit einem motorbetriebenen Fahrzeug zum Einsatzort verbracht und mit einer Pumpe ins Feuer befördert werden.

Die Kameraden rückten mit den von der städtischen Feuerwehr gestellten Motorspritzen in der Regel spätestens zwei Minuten nach der Alarmierung aus. Dies war für die damaligen Alarmierungsmöglichkeiten schon ziemlich beachtlich. Das Durchschnittsalter der Feuerwehrmänner lag bei 24 Jahren. Das Erstaunliche an der ganzen Sache ist jedoch die Tatsache, dass die Feuerwehr nicht um Nachwuchs werben musste: Die Interessenten traten aus eigenem Antrieb hochmotiviert der Löschgruppe bei.

Die gesamte Ausrüstung wie Uniform, Helm und Stiefel werden damals wie auch heute von der Stadt gestellt.

Abb. 1-2: Übung an der damaligen Feuerwehrschule, der heutigen Feuerwache 2 in Oberkassel

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1945
Kriegsende

Gegen Ende des zweiten Weltkrieges 1945 kehren die Überlebenden der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth vom Kriegseinsatz zurück. Unter der Leitung von Oberbrandmeister Theodor Brück und seinen beiden Stellvertretern, Brandmeister Clemens Kleibrink und Willi Kleibrink, finden Sie gemeinsam neue Wege und Möglichkeiten die zerstörten Gebäude, Arbeitsstätten und auch den Löschzug Kaiserswerth wieder aufzubauen.

Der Löschzug Lohausen wird nach Kriegsende durch die Branddirektion aufgelöst. Nach der Neuaufteilung der Brandbezirke treten die Löschzüge Kalkum und Wittlaer der Bürgermeisterei von Kaiserswerth erneut bei. Es folgt abschließend die Löschgruppe Angermund.

 

1939
Ausbruch des zweiten Weltkrieges

Durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges im Jahre 1939, wird zum zweiten Mal in diesem Jahrhundert die Feuerwehr Kaiserswerth auseinandergerissen.

 

1935
Ernennung eines kommissarischern Leiters

Im Jahre 1935 lässt sich eine Entscheidung verzeichnen, dessen Auswirkungen für die Löschgruppe Kaiserswerth noch heute zu spüren sind. Die Wahl eines Löschgruppenführers wird zu einer wichtigen, verantwortungs- und ehrenvollen Sache. Der Düsseldorfer Branddirektor befördert Theodor Brück zunächst zum Brandmeister, ehe er kurz darauf zum kommissarischen Leiter der Löschgruppe Kaiserswerth ernannt wird.

 

1929
Eingemeindung der Stadt Kaiserswerth

Am 01. August 1929 wird die Freiwillige Feuerwehr der Bürgermeisterei Kaiserswerth mit der Eingemeindung der Stadt Kaiserswerth in die Stadt Düsseldorf aufgelöst. Es entstehen zwei eigenständige und freiwillige, dem verantwortlichen Leiter der Berufsfeuerwehr Düsseldorf unterstellte Löschzüge: Kaiserswerth und Lohausen.

 

1912
Bund zur effizienten Brandbekämpfung

Am 12. Januar 1912 wird zwischen Kaiserswerth und den zwischenzeitlich entstandenen Feuerwehren der Nachbargemeinden Lohausen, Kalkum und Wittlaer-Bockum ein „Bund zur effizienten Bekämpfung von Bränden“ geschlossen. Die nun vier Löschzüge bilden zur Abwehr von „Feuersgefahren“ gemeinsam die „Freiwillige Feuerwehr der Bürgermeisterei Kaiserswerth Stadt und Land“.

Der unglückselige erste Weltkrieg unterbricht allerdings die Entwicklung in Kaiserswerth, als auch die der benachbarten Löschzüge. Das 25-jährige Bestehen fällt in die schwere Zeit des letzten Kriegsjahres 1918.

 

1900
Standortwechsel

Um die Jahrhundertwende erhielt das Gerätehaus einen neuen Standort am heutigen St. Swidbert – früher Düsseldorfer Straße. Am alten, inzwischen denkmalgeschützten Gerätehaus hängt noch heute eine Gedenktafel, welche an die gefallenen Mitglieder der Löschgruppe erinnert und die ehemalige Funktion des Gebäudes verrät.

Abb. 1: Denkmalgeschütztes Gerätehaus am St. Swidbert | Abb. 2: Gedenktafel

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1893
Gründung der Feuerwehr Kaiserswerth

Am 02. Februar 1893 wird die Kaiserswerther Feuerwehr offiziell von den damaligen Abteilungsleitern der Feuerlöschkompanie gegründet. Von technischen Hilfsmitteln und besonderen Gerätschaften kann zu diesem Zeitpunkt nach wie vor nicht die Rede sein. Das damalige Feuerwehrwesen ist geprägt von Ledereimern und einfachsten Geräten zur Brandbekämpfung.

Der erste Leiter der Löschgruppe Kaiserswerth wird Peter Lambert Mangartz. Die damalige Mitgliederliste umfasste eine Mannstärke von ca. 30 aktiven sowie 132 passiven Mitgliedern. Diese Angaben beziehen sich nicht direkt auf das Gründungsjahr, sondern haben sich im Laufe der Zeit entwickelt. Dem Archiv lassen sich hinsichtlich des Gründungsjahrs keine genaueren Zahlen entnehmen. Der damalige Wehrleiter Peter Lambert Mangartz wird von Heinrich Kuhlen sowie den Abteilungsführern Heinrich Nimwegen, Gustav Grah, Johann Schmitz, Baltasar Bläser und Christian Büsgen vertreten.

Auch in der damaligen Zeit wird den Feuerwehranwärtern ein Einstellungstest abverlangt. Dieser kann jedoch keineswegs mit Auswahlverfahren aus der heutigen Zeit verglichen werden. Der von jedem Bewerber durchzuführende Test war bei weitem nicht so ausführlich und fordernd wie heute. Wer diese Hürde jedoch überwunden hatte, erhielt einen sogenannten „Feuerwehrpass“, vergleichbar mit einem modernen Dienstausweis.

 

1885
Grundstein der Freiwilligen Feuerwehren

Am 30. September 1885 wird eine neue Feuerwehr- und Feuerlöschordnung für Kaiserswerth erlassen. Noch im gleichen Jahr empfiehlt der Preußische Minister des Innern die Bildung von „Einrichtungen zur Bekämpfung interner Brände“ in einer jeden Gemeinde. Damit ist der Grundstein der Freiwilligen Feuerwehren gelegt.

 

1812
Feuerlöschordnung der Mairie Kayserswerth

Trotz der ersten Feuerordnung von 1554 wird erst 1812 in dem Düsseldorfer Vorort eine „Art“ Feuerwehr – der Vorgänger der später entstehenden Freiwilligen Feuerwehren – eingerichtet. In der Feuerlöschordnung vom 01. Mai 1812 für die „Mairie Keyserswert“ heißt es, dass ein „Corps Pompiers“ in Stärke von 100 Mann zu errichten sei. In der sogenannten „Raths-Kapelle“ am Clemens-Tor, wird daraufhin für die drei bereits vorhandenen Feuerlöschspritzen und den dazugehörigen Brandeimern und Handwerkzeugen eigens ein Gerätehaus errichtet. Die Feuerwehrleitern bewahrt man an der Mauer des Kapuzinerklosters an der Düsseldorfer Straße (heutiges Suitbertus-Gymnasiums) auf.

 

1554
Erste Feuerordnung

„Dieweil auch aus Unfleiß und Nachlässigeit vielmahlen Fewrs Noth und Schad in unseren Fürstenthumben und Landen sich zuträgt, daraus dann merklich Verderben und Schaden entstehet, so ist unseren Städten, Freiheiten und Dörfern die Verordnung gesche, daß zu jedem halben Jahr alle Fewrstätt, Schoorenstein, Backofen und Esthen … fleißig besichtigt und daran Mangels gefunden, den Inhaber der selben Fewrstatt anstund zuwenden und zu bessern mit Ernst eingebunden auch ein jeder darzu gehandhabt werde.“, so heißt es in einer Feuerordnung, die bereits 1554 in Kaiserswerth erlassen wurde und daher heute nur schwer für unsere Generation zu entziffern ist.