Rauchmelder sind Lebensretter!

Bundesweit sterben jährlich rund 600 Menschen in Deutschland an den Folgen eines Brandes, überwiegend nachts und in Privathaushalten. Ein Drittel der Opfer sind Kinder! Ursache für die etwa 230.000 Brände ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit. Sehr oft lösen technische Defekte einen Brand aus.

Brandopfer am Tag

Brandopfer in der Nacht

Brandopfer durch Rauch

Wo der Brandherd am Tag meist noch schnell entdeckt und gelöscht werden kann, bleibt er in der Nacht oft sehr lange unerkannt. Gefährlich ist dabei weniger das Feuer, sondern vielmehr der giftige Brandrauch: Das hochgiftige Kohlenmonoxid führt bereits nach wenigen Atemzügen zum sicheren Tod. Ganze 95% der Opfer werden von den gefährlichen Brandgasen im Schlaf überrascht, denn in der Nacht schläft auch unser Geruchssinn!

Der laute Alarm eines Rauchmelders warnt auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft so den nötigen Vorsprung, damit Du Dich und Deine Familie in Sicherheit bringen kannst!

Rauchmelderpflicht in NRW Rauchmelderpflicht in NRW
Die nordrhein-westfälische Landesbauordnung schreibt seit dem 01. Januar 2017 in allen Neu- und Bestandsbauten die Installation von Rauchmelder vor. Der Wohnungseigentümer ist verantwortlich für die Erstinstallation der kleinen Lebensretter.

Für die Pflege, Wartung und den Batteriewechsel ist der Mieter verantwortlich. Die Geräte müssen in Schlaf- und Kinderzimmern sowie den angrenzenden Fluren angebracht werden.

Der Brand im Kinderzimmer

Eine Horrorvorstellung für Eltern und Feuerwehren gleichermaßen. Ein Video der Initiative Rauchmelder retten Leben.

Rauchmelder für Menschen mit Hörschädigungen

Für unsere hörgeschädigten und gehörlosen Mitmenschen reicht der laute Signalton eins Rauchmelders nicht aus. Aus diesem Grund bieten inzwischen viele Hersteller spezielle Systeme an, die zusätzlich mit einem hellem Blitzlicht und Vibration auf den Alarm aufmerksam machen.

Solch ein Set besteht aus einem Rauchmelder mit Funkmodul, einer Stroboskop-Leuchte sowie einem Vibrationskissen. Das helle Stroboskop-Licht wird von der Netzhaut auch im Schlaf sehr gut wahrgenommen. Die Stroboskop-Leuchte und das Vibrationskissen werden in der Regel über einen handelsüblichen Netzstecker mit Strom versorgt. Bei einem Stromausfall sichert vorübergehend ein integrierter Akku die Funktionstüchtigkeit der Geräte.

Kostenübernahme

Mit Urteil vom 18. Juni 2014 (B 3 KR 8/13 R) hat das Bundessozialgericht entschieden, dass die Krankenkassen zur Kostenübernahme der Geräte verpflichtet sind. So stehen jedem Hörgeschädigten und Gehörlosen zwei dieser speziellen Rauchwarnmelder-Systeme zu.

Der Rauchmelder löst Blitzlicht und Vibrationsalarm per Funk aus

 

Schutzstufen

Um einen bestmöglichen Schutz zu gewährleisten sollte jeder Raum in Deiner Wohnung oder Deinem Haus mit einem Rauchmelder ausgestattet sein. Räume, in denen viel Staub, Rauch oder Wasserdampf (Küche, Bad) entsteht, benötigen eine spezielle Lösung wie z. B. einen Wärmemelder.

 
Mindestschutz Mindestschutz
  • Kinderzimmer
  • Schlafzimmer
  • Flucht- und Rettungswege
  
Optimaler Schutz Optimaler Schutz
  • Aufenthaltsräume
  • Dachboden
  • Kellerräume
 
Sonderschutz Sonderschutz
  • Küche
  • Hobbyräume
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© Rauchmelder retten Leben | Installationsorte für Rauchmelder

Installation

Rauchmelder sind grundsätzlich in der Raummitte, waagerecht unterhalb der Decke zu montieren!

Zur Montage kannst Du die beiliegenden Schrauben oder im Zubehör erhältliche Magnethalterungen verwenden. In der Regel sollten Rauchmelder nach 10 Jahren ausgetauscht werden. Einige qualitativ hochwertige Rauchmelder verfügen sogar über eine längere Garantie- und Lebensdauer.

Weitere lebensrettende Informationen erhälst du bei der Initiative „Rauchmelder retten Leben“.

Rauchmelder retten Leben
Einkaufstipps
  • Kaufe nur Rauchmelder, die mit einem CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sind
  • Achte auf das „VdS“-Prüfsiegel, denn diese Rauchmelder wurden vom „Verband der Sachversicherer“ (VdS) geprüft
  • Das „Q”-Siegel dient als unabhängiges Qualitätszeichen, für Rauchmelder mit erweiterter Qualitätsprüfung
  • In weitläufigen Wohnungen und Häusern empfehlen wir Rauchmelder mit Funkübertragung, da so der Alarm im gesamten Haus ertönt

Auf diese Prüfzeichen sollte beim Kauf geachtet werden

 

Funktionsweise

Die Geräte der unterschiedlichen Hersteller arbeiten grundsätzlich alle nach dem foto-optischen Prinzip, auch Streulichtprinzip genannt.

In einer Messkammer, die sich im Inneren des Rauchmelders befindet, werden von einer Leuchtdiode regelmäßig Lichtstrahlen ausgesendet. Dringt Rauch in die Messkammer ein, werden die Lichtstrahlen gestreut und auf eine Fotolinse gelenkt. Der Rauchmelder erkennt diese Veränderung sofort und löst das lebensrettende Warnsignal aus.

Die Stromversorgung erfolgt durch einen handelsüblichen 9-Volt-Batterieblock oder hochwertige Lithium-Batterien mit einer Haltbarkeit von bis zu 10 Jahren.

Tipp

Bei einem Haus oder einer großen Wohnung bieten sich besonders über Funk vernetzte Rauchmelder an. Schlägt etwa der Rauchmelder im Keller an, warnt dieser über die Funkverbindung auch in Schlaf- und Wohnräumen.

Bei einem Neubau können auch schon von vornherein kabelvernetzte 230-Volt-Rauchmelder installiert werden, welche optional in einer Brandmeldezentrale auflaufen. Das verbessert die Sicherheit zusätzlich.

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© Rauchmelder retten Leben | Rauchmelder im Normalzustand

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© Rauchmelder retten Leben | Rauchmelder bei Raucheintritt